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16. Juli 2009
Annette Maechtel, Karl-Liebknecht-Str. 9-11 – Eine archäologische
Annäherung an Architektur, Videolecture
Der Baukomplex Karl-Liebknecht-Str. 9-11 wurde 1968-72 von dem Kollektiv
Werner Radtke, Manfred Zumpe und Hans-Peter Schmiedel realisiert. Die Ausstellungsräume
in dem heutigen Berlin Carré sind Teil dieses Baukomplexes. Der Beitrag
präsentiert eine Materialsammlung und Recherchen, die den Baukomplex
als Teil der Zentrumsplanungen Berlin Ost kontextualisieren. Gezeigt werden
u.a. Werbematerialien der 70er Jahre, die in der Logik der Abgrenzung zum
Westen entstanden sind. Filmausschnitte aus einem aktuellen Interview mit
dem Architekten Zumpe erläutern den Gebäudekomplex hinsichtlich
seiner Stadtraumprogrammatik. Dabei geht er auch auf das ehem. Haus Ungarn
ein, das als Kulturraum Teil der Konzeption war. Es ergibt sich die Frage,
wie man kuratorisch mit diesen Räumen umgeht, die als materielle Hinterlassenschaft
vorhanden, in ihrer Programmatik überlagert sind.
Annette Maechtel kuratierte 2007 zusammen mit Christine Heidemann und Kathrin
Peters die Ausstellung "die stadt von morgen" - eine Archäologie
des Hansaviertels Berlin, zu der eine gleichnamige Publikation erschienen
ist.